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Hauskatzen 1. Abstammung Die Hauskatze gehört zur Familie der Katzen und ist eine Unterart der Wildkatze. Genauer stammen Hauskatzen von nordafrikanischen Wildkatzen oder so genannten Falbkatzen ab. Afrikanische Wildkatzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Gegensatz zu europäischen Wildkatzen kaum menschenscheu sind und sich demnach leicht zähmen lassen. Hauskatzen sind Fleischfresser und zählen seit langer Zeit bei den Menschen zu den beliebtesten Haustieren. Seit etwa 9500 Jahren werden bereits Katzen vom Menschen als Haustiere gehalten. In der Geschichte wurden Katzen auch oftmals verehrt, wie beispielsweise im alten Ägypten. Die Lebenserwartung von Katzen liegt zwischen 12 und 15 Jahren.
2. Verbreitung Als Haustier kommt die Hauskatze in allen erdenklichen Regionen unserer Erde, welche von Menschen besiedelt sind, vor. Verwildert und gänzlich ohne menschliche Einflüsse können Katzen allerdings nur in klimatisch gemäßigten oder auch warmen Zonen der Erde leben. Hauskatzen werden als Kulturfolger bezeichnet, was bedeutet, dass sie aufgrund von landschaftsverändernden Maßnahmen gewisse Vorteile erhalten und somit Menschen in ihre Äcker, Wiesen, Siedlungen und Häuser folgen. Somit konnte sich die Hauskatze beispielsweise auch an die Gebieten Neuseelands oder Australiens, in welche sie von den Menschen eingebracht worden war, schnell anpassen und überleben. In Europa (Griechenland) wurde die Hauskatze etwa 500 vor Christus aus Afrika eingeführt. In diesen Zeiten galt die Hauskatze fast ausschließlich als Schädlingsbekämpfer. Später gelang die Hauskatze nach Italien. Die Hauskatze ersetzte die bisherigen Schädlingsbekämpfer Frettchen und Wiesel. Auf Schiffen kamen Hauskatzen zum Einsatz, um den Proviant vor Ratten zu schützen und somit kamen die Hauskatzen nun bis nach Nordeuropa und Amerika. Nach der Besiedelung anderer Länder (wie Amerika) waren die Katzen nun für den Schutz der Ernte zuständig.
3. Körpermerkmale Je nachdem, wo sich eine Unterart der Katze verbreitete, können die Körpermerkmale variieren. Bei gezüchteten Arten sind die Körpermerkmale demnach von den Standards der Rasse abhängig. Bei nicht gezüchteten Hauskatzen sind diese Merkmale von der Umwelt abhängig. Die Größe einer normalen Hauskatze liegt durchschnittlich bei etwa 50cm. Hauskatzen sind zudem etwa 35cm hoch, wobei die Männchen meist etwas größer sind, als die Weibchen. Das Gewicht liegt im Durchschnitt bei 4kg und hängt von der Temperatur ab. In wärmeren Gebieten sind Katzen leichter, in kälteren Gebieten schwerer. In Deutschland lebende Hauskatzen sind aus diesem Grund im Sommer meist viel leichter als im Winter. Die Farben des Fells der Hauskatze haben dich über die Jahre hinweg zu zahlreichen Farbkombinationen entwickelt. In Europa, Nordamerika und auch Australien haben die Hauskatzen eine eher gestromte Zeichnung. In anderen Gebieten überwiegen teilweise rötliche Fellfarbe oder mit einem Schildplattmuster versehene Fellfarbe. Das robuste Skelett der Katze besteht aus 230 Knochen, wobei sich die Wirbelsäule der Katze aus 7 Halswirbeln, 13 Brustwirbeln, 7 Lendenwirbeln, 3 Kreuzwirbeln und etwa 21 Schwanzwirbeln zusammensetzt. Das Gebiss der Hauskatze ist typisch für einen Fleischfresser sehr scharf und die Kiefermuskeln sind sehr gut ausgebildet. Für die Fellpflege und zum besseren Saufen besitzen Katzen eine raue Zunge. Hauskatzen können sehr schnell laufen und sind zudem gute Springer. Allerdings sind diese Tiere nicht in der Lage, sehr ausdauernd zu laufen.
4. Sinnesorgane Die Sinnesorgane sind dem Jagdtrieb entsprechend ausgebildet. Die frontal ausgerichteten Augen machen es möglich, Entfernungen abzuschätzen und räumlich zu sehen. Vor allem in der Dunkelheit können Katzen wesentlich besser sehen als Menschen. Die Pupillen von Katzen sind meist schlitzförmig, runden sich jedoch mit abnehmendem Lichteinfall. Katzen können aufgrund ihrer Zapfentypen im Auge keine rote Farbe, dafür blaue Farbe sehr deutlich sehen. Besonders gut ausgebildet ist bei Hauskatzen das Gehör. Katzen können demnach wesentlich besser hören als Menschen oder auch Hunde. Katzen sind in der Lage, die Ohren in die Richtung zu stellen, aus welcher das aufgenommene Geräusch kommt. Der Gleichgewichtssinn und der Tastsinn sind bei Katzen ebenso gut ausgebildet. Weniger gut, jedoch trotz allem besser als beim Menschen ausgebildet sind der Geruchs- und Geschmackssinn.
5. Verhalten Hingegen zu der häufigen Behauptung, Katzen wären Einzelgänger, sind Katzen soziale Tiere. In freier Wildbahn zerstreuen sich Männchen zur Reviermarkierung, Weibchen bleiben jedoch in der Gruppe zusammen. Die Kommunikation erfolgt über Körpersprache und Laute. Ein erhobener Schwanz bedeutet, dass die Katze sich wohlfühlt. Vor einem Angriff baut sich der Körper auf, das Fell sträubt sich und die Beine sind durchgedrückt.
6. Haltung Katzen sollten nicht zwingend nur in der Wohnung gehalten werden, da diese sonst unter Langeweile leiden können, weil der Auslauf fehlt. Als Nahrung wird Dosenfutter oder Trockenfutter im Handel angeboten. Katzen sollten keine Nahrungsmittel wie Schokolade, Essig, Trauben, Äpfel, Zwiebeln oder Kaffee fressen. Durch Spielzeug kann bei Katzen der Jagdinstinkt ausgeprägt werden.
Tipp: Katzenlexikon
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